Ratgeber

Welches Kaminholz ist am besten?

Ein umfangreicher Vergleich: Wie umweltfreundlich ist Heizen mit Holz? Was ist besser – luftgetrocknet oder kammergetrocknet? Und worauf kommt es bei Restfeuchte, Brennwert und Holzart wirklich an?

Umweltfreundlich heizen

Mit Holz heizen – klimafreundlich und nachhaltig.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und gilt als nahezu CO₂-neutraler Brennstoff. Beim Verbrennen wird nur so viel Kohlendioxid frei, wie der Baum während seines Wachstums aus der Luft gebunden hat – nicht mehr als bei der natürlichen Verrottung im Wald.

Aus regionaler, nachhaltiger Forstwirtschaft mit kurzen Transportwegen ist Kaminholz damit eine der umweltfreundlichsten Arten zu heizen. Entscheidend für eine wirklich saubere Verbrennung ist jedoch die Restfeuchte: Nur trockenes Holz verbrennt nahezu rauchfrei und mit wenig Feinstaub.

Nahezu CO₂-neutral

Beim Verbrennen wird nur so viel CO₂ frei, wie der Baum beim Wachsen gebunden hat – und wie auch bei der Verrottung im Wald entstünde.

Nachwachsender Rohstoff

Aus nachhaltiger Forstwirtschaft wächst für jeden Baum neuer nach. Holz ist damit einer der umweltfreundlichsten Brennstoffe.

Saubere Verbrennung

Nur trockenes Holz (< 20 % Restfeuchte) verbrennt sauber. Feuchtes Holz qualmt, rußt und setzt unnötig viel Feinstaub frei.

Der direkte Vergleich

Luftgetrocknet oder kammergetrocknet?

Beide Verfahren senken die Holzfeuchte – nur auf sehr unterschiedliche Weise. Hier sehen Sie die Vor- und Nachteile auf einen Blick.

Luftgetrocknet

  • Günstiger im Einkauf
  • Natürliche, schonende Trocknung
  • Kein Energieaufwand für die Trocknung
  • Braucht 1–3 Jahre Lagerzeit
  • Benötigt viel trockenen Lagerplatz
  • Restfeuchte schwankt, selten unter 18–20 %
  • Schimmel-/Pilzgefahr bei falscher Lagerung
Unsere Empfehlung

Kammergetrocknet

  • Sofort ofenfertig – keine Lagerzeit nötig
  • Konstante Restfeuchte unter 18 %
  • Höhere nutzbare Wärme pro Scheit
  • Sauberer: weniger Rauch, Ruß & Feinstaub
  • Frei von Schimmel und Ungeziefer
  • Etwas höherer Preis
  • Energieeinsatz bei der Trocknung
KriteriumLuftgetrocknetKammergetrocknet
Restfeuchteca. 18–25 %unter 18 %
Trocknungszeit1–3 Jahrewenige Tage
Sofort ofenfertigNeinJa
Nutzbare Wärmegutsehr hoch
Rauch / Ruß / Feinstaubmehrdeutlich weniger
Benötigter Lagerplatzvielwenig
Preisgünstigeretwas höher
Nahaufnahme von kammergetrocknetem, gespaltenem Buchenholz

Worauf es ankommt

Restfeuchte schlägt Holzart.

Der wichtigste Faktor für ein gutes Feuer ist nicht allein die Holzart, sondern die Restfeuchte. Frisch geschlagenes Holz enthält 50–60 % Wasser. Beim Verbrennen verdampft dieses Wasser und verbraucht Energie, die dann nicht als Wärme im Raum ankommt.

Als Faustregel gilt: Trockenes Holz liefert bis zu doppelt so viel nutzbare Wärme wie frisches – und verbrennt deutlich sauberer. Laut 1. BImSchV darf ohnehin nur Holz mit unter 25 % Restfeuchte verfeuert werden.

< 18 %

unsere Restfeuchte

0 Jahre

Lagerzeit nötig

Die Holzarten

Welche Holzart eignet sich am besten?

Harthölzer wie Buche und Hainbuche sind die erste Wahl für dauerhafte Wärme. So unterscheiden sich die gängigsten Hölzer.

Buche

Der Klassiker: ruhige, lang anhaltende Glut, hoher Brennwert und ein schönes Flammenbild. Für die meisten die beste Allround-Wahl.

Hainbuche

Das härteste heimische Laubholz mit dem höchsten Brennwert und besonders langer Glut – ideal für kalte Tage und lange Abende.

Eiche

Sehr lange Brenndauer und viel Glut, enthält jedoch Gerbsäure – am besten gemischt mit Buche und in gut ziehenden Öfen.

Nadelholz

Entzündet sich schnell und eignet sich perfekt als Anzündholz. Wegen Funkenflug und geringerer Dichte aber kein ideales Hauptbrennholz.

Das Fazit

Welches Kaminholz ist am besten?

Für maximale Wärme, eine saubere Verbrennung und sofortige Einsatzbereitschaft führt kein Weg an kammergetrocknetem Hartholz vorbei – allen voran Buche und Hainbuche. Wer Zeit, Platz und Geduld mitbringt, fährt mit luftgetrocknetem Holz günstiger. Bei SG Kaminholz bekommen Sie beides – sprechen Sie uns einfach an.